Gefährdete Bäume

Versäumnisse – Leserbrief an die WAZ

Politik äußert sich zu gefällten Bäumen (19.02. WAZ) Ah ja, die positive Ökobilanz des Stadtbezirkes Bochum Nord soll erhalten bleiben. Interessant. Da sind die Ansiedlung verkehrsintensiver Betriebe wie die Klinikküche und Ecosoil sicher genauso zielführend wie die Vernichtung der Grünflächen mit Altbaumbestand im Planungsgebiet „Gerthe-West“. Und Ersatzpflanzungen im Ölbachtal wirken sich wohl kaum positiv auf die Hitzeinsel Gerthe-Mitte aus. Aber mit dem Bochumer Norden kann man es ja machen. Seit Jahren gibt es massive Versäumnisse in der Erhaltung und Pflege des Bezirkes und jetzt will man den Bürgerinnen diese Entwicklungen als Vorteil verkaufen. Unfassbar.

Sabine Schoening

Mehr Infos zum Thema:

Gefällte Bäume in der WAZ und hier in Bochum

und der Spiegel titelt „Der deutsche Wald stirbt“.

S. Ries

Leserbrief zum geplanten Umzug von Ecosoil

Leserbrief zum Artikel der WAZ:

Da gibt es ordentlich Schelte für die Bürgerinnen und Bürger aus Politik und Wirtschaft, wenn Sie sich konkret für ihre Lebensbedingungen in ihrem Quartier einsetzen. Dabei müssen alle Entscheidungen wohl allein dem Gebot des wirtschaftlichen Wachstums unterliegen. Bochum liegt bereits heute an 9. Stelle der am meisten versiegelten Städte bundesweit. Ein trauriger Rekord. Und auch die Verkehrslage ist im Bochumer Norden bereits heute desaströs und das Verkehrskonzept bietet keine Lösungen an.
In Gerthe und Hiltrop entstehen in den nächsten Jahren ein großes Neubaugebiet, die Ansiedlung der Krankenhausküche und einer Pflegeschule und evtl. die Verlagerung von Ecosoil. Den Preis dafür zahlen alleine die Menschen vor Ort. Die Versiegelung von Grünfächen, die Vernichtung von Baumbestand sowie eine massive Verkehrszunahme. Dagegen gibt es keinerlei Förderung für den maroden Ortskern, Aktivitäten zur Reduktion des bereits bestehenden Leerstandes oder Förderprogramme zur Sanierung im Wohnbestand. Und da wundert sich die CDU, dass die Menschen sich wehren? Ich bin fassungslos mit welcher Haltung und Arroganz man hier den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber auftritt. Herr Mitschke, die Zeiten dass Bürger ihre Stimme bei der Wahl abgeben und dann jahrelang die Klappe halten sind vorbei. Stellen Sie sich drauf ein.

Sabine Schoening

 

Leserbrief „Bürger wollen Neubaugebiet verhindern“

Leserbrief zum Artikel „Bürger wollen Neubaugebiet verhindern“ aus der WAZ vom 13.01.2021

Die Politik fordert für 2022 die Überprüfung des Wohnbauflächenprogrammes. Zu Recht, da das angestrebte Ziel von 800 Neubauwohnungen pro Jahr durch keine Statistik belegt wird. Im Gegenteil. Bochum baut bereits heute über den Bedarf hinaus. Und das auf Kosten unserer Grünflächen. Da hat es die Stadt nun ganz besonders eilig im Vorfeld der Überprüfung noch möglichst viele Bauvorhaben durchzupeitschen. Klimanotstandstadt Bochum. Überall in der Stadt Baumfällungen und Versiegelung von Grünflächen ohne Bedarf. Fantastisch!! Mehr Symbolpolitik geht nicht.

Sabine Schoening

 

Leserbriefe zur Bürgerbeteiligung

Neue Leserbriefe zu Artikel der WAZ vom 10.12.2020:

Leserbrief zu

Wohnbauprojekt „Gerthe-West“ geht online

Für eine Stadt, die sich – laut Bitkom – „smarteste City im Ruhrgebiet“ nennen darf mit besonders guter Bewertung im Bereich „IT und Kommunikation“, ist diese Form der Bürgerbeteiligung ein bedauernswerter Rückfall in alte Zeiten. Ein ernstgemeinter Beteiligungsprozess geht nur im direkten Austausch mit Bürgern und Planern. Technische Formate dazu sind vorhanden.

Ulrike Boehner

Leserbrief zu „Gerthe-West“ geht online

Das war`s also leider mit der neuen Form der Bürgerbeteiligung zu „Gerthe-West“, mit der die Stadt ein beispielhaftes Format zur möglichst frühzeitigen Einbindung ihrer Bürger zu größeren Projekten starten wollte. Geplant war in der 1. Planungswerkstatt ein direkter Austausch der Bürger mit den Planungsbüros und Gutachtern zur Erstellung von Planskizzen. Diese Planskizzen sollten als Grundlage für die Planung der Planungsteams dienen.

Übrig geblieben ist nur ein gestriges Format der Bürgerbeteiligung. Die Planskizzen werden ohne Bürgerschaft erstellt. Diese darf dann Zettel kleben und online Kommentare abgeben. Das alles angeblich wegen der Corona-Pandemie. Dabei gibt es genug digitale Möglichkeiten, um die direkte Beteiligung der Bürger mit den Planungsteams durchzuführen. Findet in der Wirtschaft und den Verwaltungen täglich zig-mal statt.

Schade, Chance vertan.

Gerhard Henke

 

Leserbriefe

Alle veröffentlicht in der WAZ vom 26.11.2020

Bitte umdenken

Neuer Aldi in Werne öffnet später (24.11.). Ständig wird die großzügige Versiegelung und der Verbrauch von Fläche in Bochum von aufmerksamen Bürgern kritisiert. Wie kann es da sein, dass es für die Genehmigung von Discountern und Supermärkten immer noch nicht die verbindliche Auflage gibt, die beanspruchte Fläche (hier allein 1200 Quadratmeter nur für die Verkaufsfläche – Parkraum und Zuwege sind noch nicht mitgerechnet!) durch die gleichzeitige Planung darüberliegender Wohngeschosse multifunktional zu nutzen? Wann setzt sich in Politik und Verwaltung endlich die Einsicht durch, dass „unser Boden“ ein Schutzgut ist, mit dem wir alle sparsam und verantwortlich umgehen müssen.

Ulrike Boehner

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Nicht verstanden?

Baut Bochum mehr Wohnungen als nötig? (24.11.2020). Hat die Stadt die Zeichen der Zeit nicht verstanden? Alle Studien der letzten Jahre bescheinigen Bochum eine sinkende Einwohnerzahl, ebenso belegen die Studien, dass Bochum zu viele Neubauwohnungen erstellt. Trotzdem wird am Handlungskonzept Wohnen festgehalten, in dem angeblich 8000 Neubauwohnungen in den nächsten zehn Jahren notwendig sind. Die dazugehörige Empirica-Studie, von unserem Oberbürgermeister in Auftrag gegeben, spricht zwar von 800 neuen Wohnungen, davon aber 600 im Bestand (Altbausanierung) und nur von 200 Neubauten. Aber alle Studien werden nicht zur Kenntnis genommen, sondern wir bauen nach Gefühl, wie der neue Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat verlauten lässt. Und an die Grünen im Rat: Es gehören nicht erst die Bauvorhaben ab 2022 auf den Prüfstand, sondern ab sofort. Weltere Versiegelung unserer Grünflächen können wir uns nicht mehr leisten.
Dr. Gerhard Henke

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Wider aller Vernunft

Baut Bochum mehr Wohnungen als nötig? (24.11.) Die Grünen haben es erkannt. Bochum baut und baut und baut – wider aller Vernunft und über den Bedarf hinaus. Und bitte: Arbeitsplätze auf dem Gelände Mark 51/7 gab es schon früher. Bei Opel waren es in der Spitze bis zu 20.000 Beschäftigte mit ihren Familien. Die haben auch schon irgendwo gewohnt. Ich kann nur hoffen, dass grüne Politik wirkt und wir unsere wertvollen Grünflächen vor dem Bauwahn der Stadt schützen können. Und noch ein Wort an die SPD: Sich bei Wohnraumentwicklung und Flächenversiegelung von Gefühlen leiten zu lassen, finde ich grob fahrlässig. Hier geht es um die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Gerade die aktuelle Pandemie zeigt uns die Bedeutung wohnortnaher Grün- und Erholungsflächen.

Sabine Schoening

Aktuelle Leserbriefe

Unverständlich
Neuer Wald für die Stadt geplant
Warum alte Bäume abholzen, um Fläche zu versiegeln. Laut Biologe Richard Köhler dauert es 40 Jahre, bis Bäume das erwünschte Klima liefern. Ich frage die Verantwortlichen, warum pflegt die Stadt nicht den alten Bestand
mit über 300 Bäumen Mischwald. Die Politiker im Norden von Bochum wollen ihn sogar abholzen und ca. 800 Wohneinheiten darauf bauen. Diese Bäume in Gerthe/Hiltrop liefern das Klima und können leicht mit den vorhandenen Grünflächen verknüpft werden. Diese Flächen sind größtenteils im Besitz der Stadt Bochum. Ich als Bürger verstehe es nicht.

-Heidi Lewitz

Auch von der WAZ am 10.11. als Leserbrief veröffentlicht.

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Ausgleich?
Ich hege den Verdacht, dass jedes gepflanzte Bäumchen in dem neuen Wald als Ausgleich für einen im Stadtgebiet im Rahmen von Baumaßnahmen abgeholzten Baum dienen soll. Damit wird die Erteilung von Fällgenehmigungen und die Suche nach Ausgleichsflächen erheblich erleichtert und ein Ausweichen, z.B. nach Herne, wäre nicht mehr notwendig.
-Rainer Köllermann

Auch von der WAZ am 10.11. als Leserbrief veröffentlicht.

 

 

 

Leserbrief an die WAZ, Versiegelung der Grünflächen

Leserbrief zu Artikel „Zu wenig Neubau in Großstädten“ vom 04.11.2020, gesendet am 04.11.2020, veröffentlicht am 05.11.20:

Nicht so in Bochum!
Warum baut Bochum seit Jahren über den Neubaubedarf hinaus?
Warum schrumpft die Einwohnerzahl in Bochum trotzdem?
Warum wird diese Entwicklung auch noch vom Bauministerium NRW finanziell unterstützt?
Warum will Bochum die letzten Grünflächen mit dem Wohnbauflächenprogramm, das bis 2030 über 8.000 zusätzliche Neubauwohnungen plant, versiegeln. Bochum liegt jetzt schon an 9. Stelle der meist versiegelten Städte bundesweit.
Und warum geschieht dies alles auch noch mit Billigung der Grünen, die zusammen mit der SPD die Stadt regieren.
Dr. Gerhard Henke

 

-Dr. Gerhard Henke

 

Leserbrief an die WAZ, Begrenzung der Versiegelung?

Leserbrief an die WAZ, gesendet am 04.11.20, veröffentlicht am 05.11.20:

Bochum baut über den Bedarf hinaus und versiegelt dabei im großen Stil wertvolle Grünflächen. Alte Baumbestände werden gefällt und Ackerflächen mit mächtigen Lössböden sind unwiederbringlich verloren. Fast täglich lese ich in der WAZ von Bürgerprotesten gegen diese Maßnahmen. Verständlich, bereits heute liegt Bochum an 9. Stelle der versiegelten Städte bundesweit.

Wir dürfen gespannt sein auf die Arbeit der neuen Rot-Grünen Koalition. Im Entwurf des Koalitionsvertrags steht, dass eine Neuinanspruchnahme von unversiegelten Flächen auf ein Minimum zu begrenzen ist und Neubau auf bereits vorgenutzen Flächen erfolgen soll.

Genau das Gegenteil passiert mit dem Wohnbauflächenprogramm der Stadt Bochum, welches von Rot/Grün beschlossen wurde. Es gehört jetzt auf den Prüfstand und muss neu verhandelt werden.

-S. Schoening

 

Leserbrief: Strittige Bauvorhaben

Leserbrief  zum Artikel „Strittige Bauvorhaben beschlossen“, veröffentlicht in der WAZ am 09.05.2020

Politik und Verwaltung in Bochum wollen bauen. 800 neue Wohnungen pro Jahr. Diesen Bedarf belegt keine Studie. Leerstand droht. Klimanotstand, Hitzeinseln und Starkregen? Spielen bei den Planungen der Stadt Bochum keine Rolle. Ökologisch wertvolle Grünflächen werden versiegelt, Frischluftschneisen zerstört, Bäume gefällt und neue Hitzeinseln geschaffen oder verstärkt. Zugesagte Bürgerbeteiligung? Corona sei Dank kann man auch diese aussetzen. Bauvorhaben werden im Rat der Stadt und durch die Verwaltung vorangetrieben, während Bürgerinnen und Bürger ihrer demokratischen Rechte beraubt sind. Bochum will so seine politische Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen. Eine Politik mit und für die Bürger einer Stadt sieht anders aus.
Eine nachhaltige Stadtentwicklung setzt auf Entsiegelung, Erhalt von Grünflächen und Aufforstung und nicht auf Wachstum und Gewinn um jeden Preis. Für eine auch in Zukunft lebenswerte Stadt.

Sabine Schoening

Leserbrief: Es blüht und summt?

29.04.2020 Leserbrief zum Artikel Bochum blüht und summt
Stadt Bochum als Naturretter

Bochum will den Lebensraum von Wildpflanzen und Pflanzenbestäubern aufwerten und verteilt Samentütchen. Wie schön! Interessant, dass die Stadt gleichzeitig massiv Naturflächen zu Bebauungsgebieten ausweist und versiegelt. Und dies mit einer Macht, deren Bedarf in keiner Studie nachgewiesen ist. Bitte immer schön glaubwürdig bleiben. Die Wahlen stehen vor der Tür. Bürgerinnen und Bürger sind aufmerksam!

Sabine Schoening