S. Ries

Baum-Kunst in Bochum – die WAZ berichtet

Baum-Kunst ab Samstag 08.05.2021

Bericht in der WAZ +

Unter der Homepage von Bau(m)kunst könnt ihr eine Mail an den OB versenden (nach unten scrollen). Außerdem bekamen einige Anwohner*innen in Hiltrop und Gerthe Post – die sie gerne weiterverschicken können :-) .

Auf der Homepage von Bau(m)kusnt findet ihr auch Informationen über die ca. 200 Jahre alte Schwarzpappel an der Ecke Hiltroper Landwehr / Am Hillerberg.

© A. Klein

Baum-Kunst in Bochum

Baum-Kunst ab Samstag 08.05.2021

 

Laut Verfassungsgericht muss der Staat „Leben und Gesundheit“ der Menschen „vor den Gefahren des Klimawandels“ schützen“. Angesichts der großen Gefahren, die ein immer weiter voranschreitender Klimawandel (…) etwa durch Hitzewellen … mit sich bringen kann, ist der Staat hierzu sowohl den heute lebenden Menschen als auch objektivrechtlich im Hinblick auf künftige Generationen verpflichtet.“

Aber Bochum fällt und baut.

In der Aktion „Bau(M)-Kunst“ wollen 4 Bochumer Bürgerinitiativen auf die Bochumer Baumaßnahmen hinweisen, die massiv den Baumbestand bedrohen und damit den Klimawandel vorantreiben. Mit Motiven des Bochumer Künstlers H.D. Gölzenleuchter, die schützend um die Bäume gelegt werden, weisen sie auf Bäume hin, die bedroht sind. So z.B. auf die drei Eichen in Stiepel, die zwar auf der Naturdenkmalschutzliste stehen, aber trotzdem ins Zentrum eines Bauvorhabens gerückt sind. Oder aber auf die Schwarzpappel in Hiltrop. Sie hat Napoleon, die Preußen und den Nationalsozialismus überlebt, wohl aber nicht Gerthe West, ein Bauvorhaben, das auch vor weiteren 400 schützenswerten Bäumen keinen Halt macht. Die Aktion beginnt am 08.05.2021. Weitere Informationen sind unter www.baum-kunst.art  zu finden.

 

Versuch einer Bürgerbeteiligung gescheitert – 2. Planungswerkstatt

Unser Kommentar zur zweiten Planungswerkstatt auf youtube.

 

Pressemitteilung zur digitalen Planungswerkstatt Gerthe-West am 24.04.2021

Bochum plant im Dialog?      Bochum – wo das WIR noch zählt?

Am 24. 04. fand die erste digitale Planungswerkstatt zum Bauvorhaben Gerthe West statt. In Workshops haben sich hier engagierte Bürger mit den Planentwürfen der Büros kritisch auseinandergesetzt und diskutiert.

Das Bauvorhaben wird seit dem Ratsbeschluss zur Rahmenplanung Gerthe-West von den Bürgern kritisch begleitet. Mehr als 5000 Unterzeichnende haben sich mit ihrer Unterschrift gegen die Errichtung von 800 bis 1000 Wohneinheiten in bis zu 6geschossiger Bauweise auf 17ha ausgesprochen. Die Bürger engagieren sich zum Teil seit Jahrzehnten für die Entwicklung in ihrem Stadtteil. Sie arbeiten sich in Planentwürfe ein, studieren Gutachten und führen Gespräche mit den Verantwortlichen bei Stadt, Politik und Planungsbüros.

Die Planungsverantwortlichen haben den Bürgern für Gerthe West ein Leuchtturmprojekt der Bürgerbeteiligung als Blaupause für weitere Projekte in Bochum versprochen. Planungsbüros und Bürger sollten gemeinsam mit einem weißen Blatt Papier ohne Vorgaben starten. Dies wurde bereits nicht umgesetzt, sondern den Bürgern wurden ohne Möglichkeit zur Nachfrage oder Diskussion die ersten Planskizzen zur Kommentierung zur Verfügung gestellt. Diese Planentwürfe sind nun nach den kritischen Rückmeldungen der Bürger weiterbearbeitet worden. Besonders im Fokus steht die Dichte und Art der Bebauung sowie die Verkehrsproblematik. Im Ergebnis des aktuellen Planungsstandes hat die Dichte der Bebauung bei zwei von drei Entwürfen sogar zugenommen. Und es werden nun z.T. fast 800 WE auf einer reduzierten Fläche von 12ha geplant. Auch für die Verkehrsproblematik bietet keiner der Entwürfe eine Lösung. Lediglich bei dem Entwurf von RMPSL.LA wurden die Anregungen der Bürger spürbar mit eingearbeitet.

In der Planungswerkstatt am letzten Samstag wurden diese Entwürfe von den Bürgern mit den Verantwortlichen kritisch diskutiert. Das durchgeführte digitale Format sowie die Registrierungsmöglichkeit auf Englisch schloss jedoch von vorneherein einen Großteil der Menschen in Gerthe und Hiltrop von der Teilnahme aus. Auch war der interaktive Teil der Planungswerkstatt zeitlich stark begrenzt, sodass es nur wenigen Teilnehmenden möglich war, in das direkte Gespräch mit den Planenden zu gehen. Wer überhaupt an dieser Werkstatt teilgenommen hat war für die Bürger ebenfalls nicht ersichtlich. Auf viele Fragen und Anregungen im Chatverlauf wurde überhaupt nicht eingegangen und auch die integrierte Umfragemöglichkeit wurden von den Verantwortlichen nicht genutzt. So wurden die Interaktionsmöglichkeiten insgesamt auf ein Minimum begrenzt.

Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzte der Stadtbaurat Herr Dr. Bradtke. Mit deutlichen Worten belehrte er die Teilnehmenden darüber, dass der sogenannte Dialog der Stadt für die Bürger darin besteht, Fragen zu stellen, Anmerkungen zu machen und Rückmeldungen zu geben. Ein Anspruch auf Entscheidungskompetenz besteht nicht. Entscheiden würde der Rat der Stadt und es stünde den Bürgern nach diesem Ratsbeschluss selbstverständlich der Klageweg offen. Damit verabschiedete er sich von den Teilnehmenden und beendete die Veranstaltung 20 Minuten vor der dem eigentlich geplanten Ende.

Diese abschließenden Worte von Herrn Dr. Bradtke ließen die Vielzahl engagierter Bürger, die an diesem Samstag sechs Stunden intensiv mitgearbeitet hatten, frustriert und wütend zurück.

Allerdings werden sie sich nicht entmutigen lassen und mit ihrer Arbeit fortfahren um die Lebensbedingungen in ihrem Stadtteil weiter zu verbessern. Weil hier das Wir noch zählt.

Bürgerinitiative Gerthe West – So nicht!
Schulprojekt Kohlengräberland

 

 

Infostand am 17.04.2021 am Gerther Markt 9-13 Uhr

Kommt zum Info-Stand am Gerther Markt am Samstag, 17.04.

Der WDR kommt und stellt Fragen zur fehlgeschlagenen Bürgerbeteiligung.

Ist möglicherweise ein Bild von Text „Bebauung Gerthe West verhindern! Die neuen Planentwürfe sind da. 17.04.2021 Infostand am Marktplatz in Gerthe BISZ850 850 GEPLANT! WOHNEINHEITEN 9-13 9-13Uhr Uhr AB 10 UHR DREHT DER WDR UM11 ERWARTEN DEN BEZIRKSBÜRGERMEISTER“

 

Weitere Online-Beteiligung – Zwischenentwürfe

Infomiert Euch über die Zwischenentwürfe der Planungsteams zu Gerthe West unter

https://www.plan-portal.de/gerthewest/

Bis zum 28.04.21 kann man Kommentare abgeben.

Ausstellung der Planungsentwürfe im Gerther Amtshaus

  • vom  18.04. – 28.04.21
  • Mo – Mi: 16.00h – 19.00h
  • Do – Fr: 10.00h – 13.00h

Manche Pläne sind etwas verwirrend – über 800 Wohneinheiten und dazwischen ganz viel grüne Kreise: Platz für neu gepflanzte Bäume, die erst noch Jahrzehnte brauchen, um zu wachsen, um die gefällten zu ersetzen?

Parkhäuser mit hunderten Stellplätzen, in autofreien Zonen in schmalen, jetzt schon verkehrsberuhigten Straßen?

Neu gebaute Kitas, wo die alten schon Schwierigkeiten haben, auf dem leergefegten Markt Personal zu finden?

Gärten enteignen, um mehr Grundstücke zu bebauen und mehr Wohnungen verkaufen zu können?

Und was passiert eigentlich mit dem Leerstand an vielen Ecken in Gerthe und Hiltrop?

Der ÖPNV wird in höchsten Tönen gelobt – damit kann aber nicht der Fahrplan in Gerthe und Hiltrop gemeint sein…

Noch ist nicht alles durchdacht, aber es sind ja erst die Zwischenentwürfe.

 

 

 

 

 

S. Ries

 

 

2. Planungswerkstatt 24.04.21 – nur digital

Am Samstag, dem 24. April findet in der Zeit von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr eine digitale Planungswerkstatt statt.

Die Veranstaltung wird pandemiebedingt nur digital stattfinden können. Es wird keine Teilnehmendenbegrenzung geben.

Um allerdings trotzdem eine Arbeitsatmosphäre in den parallelen Workshops zu erreichen wird noch geklärt, inwieweit sich das Grundprinzip der „Fishbowl-Methode“ digital umsetzen lässt. Hiermit ist gemeint, dass sich abwechselnd nur eine begrenzte Anzahl an Bürger*innen in der direkten Diskussion mit den Planungsteams befindet, während für alle anderen die Möglichkeit besteht, über den Chat Anregungen und Ideen zu geben bzw. Fragen zu stellen. Wie es im Detail ablaufen wird, klärt sich noch in den kommenden Tagen und ist auch abhängig von der Zahl der Anmeldungen.

Ein Projektgebiet – drei Konzepte: Zur Rahmenplanung „Gerthe-West“ haben in den vergangenen Wochen die Planungsteams ihre Zwischenentwürfe ausgearbeitet. Die unterschiedlichen Vorschläge für das ca. 12 Hektar große Projektgebiet im Bochumer Norden werden nun im April vorgestellt und mit der interessierten Öffentlichkeit diskutiert.

Die Stadt Bochum und NRW.URBAN laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zur Teilnahme ein, um mit den Planungsteams ihre Entwürfe zu diskutieren und eigene Ideen einzubringen. Unter Angabe des Namens und der E-Mail-Adresse wird um Anmeldung bis zum 18. April an gerthe-west@nrw-urban.de gebeten. In der Woche vor der Veranstaltung erhalten die angemeldeten Teilnehmer*innen alle Informationen zur Einwahl in die Veranstaltungsplattform.

In dem Zeitraum um die Planungswerkstatt wird es zudem eine Online-Beteiligung (freigeschaltet ab dem 12.04.) sowie eine Ausstellung der Entwürfe (19.04. – 28.04.) in der Verwaltungsstelle Gerthe geben.

(Einladung von NRW.URBAN Kommunale Entwicklung GmbH)

Sieht so Bürgerbeteiligung aus? Wir hoffen, dass auch alle Angemeldeten sich beteiligen können, und nicht nach „Fishbowl-Prinzip“ stumm geschaltet werden.

 

Pressemitteilung: Bezirksbäume

13.03.2021

Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Gerthe West – So Nicht!“ Zum Thema Bezirksbäume in Gerthe

Löblich, dass die Grünen in der Bezirksvertretung Bochum Nord sich für eine Baumpflanzaktion einsetzen. Denn das hat Gerthe bitter nötig. Für den Neubau des Schulzentrums wurden bereits mehr als 170 jahrzehntealte Bäume gefällt und es ist zu fürchten, dass im Planungsgebiet „Gerthe West“ ebenfalls Baumbestand in noch größerem Umfang vernichtet wird. Da mutet die Anzahl von 10 Bezirksbäumen pro Jahr, die erst noch durch die Bezirksvertretung genehmigt werden müssen, ziemlich ärmlich an.

Besonders mit dem Blick auf die Summe der geplanten Veränderungen im Quartier wird die von den Grünen geplante Pflanzaktion die Lebensumstände der Menschen kaum verbessern können.

Neben dem Verlust an wertwollen Grünflächen mit altem Baumbestand, der für ein gesundes Klima im Stadtteil notwendig ist, wird die Ansiedlung von mehreren Großprojekten zu einer weiteren Verschlechterung unserer Lebensqualität führen.

So wird neben der Wohnbebauung Gerthe West, das St. Maria-Hilf-Krankenhaus abgerissen und dort eine Pflegeschule mit insgesamt 225 Plätzen entstehen. Im Gewerbegebiet Gerthe-Süd wird aktuell die neue Großküche des katholischen Klinikums für insgesamt elf Standorte in Bochum, Witten und Herne gebaut. Dort werden 200 Beschäftigte täglich 17.000 Mahlzeiten zubereiten und von dort ausliefern. Weiterhin plant das Unternehmen Ecosoil die Ansiedlung einer Bodenaufbereitungsanlage am Bövinghauser Hellweg mit ca. 300 LKW-Ein- und Ausfahrten täglich. Auf dem ehemaligen Unitecta-Gelände ist ein Handwerkerpark mit entsprechendem Verkehr angedacht.

Insgesamt werden täglich mehrere tausend Ein- und Ausfahrten auf die Straßen von Gerthe und Hiltrop den gesamten Bereich  belasten. Und das bei jetzt schon desaströsen Verkehrsbedingungen. Das bestehende Verkehrskonzept Bochum Nord aus dem Jahr 2019 konnte schon damals keine Lösung des Verkehrsproblems aufzeigen.

Die Umsetzung dieser Projekte wird zu einer weiteren Umweltbelastung in Gerthe und Hiltrop führen und unsere Lebensbedingungen massiv verschlechtern.

Die Bürgerinnen und Bürger werden nur zu den einzelnen Vorhaben informiert. Eine Gesamtschau auf diese Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die hier lebenden Menschen findet nicht statt.

Wir erwarten von den von uns gewählten Lokalpolitikern die Vertretung unserer Interessen bei der Gesamtentwicklung in unserem Quartier. Gleichzeitig rufen wir unsere Mitbürger zur Wachsamkeit hinsichtlich der Entwicklungen in unserem Stadtteil auf. Werden Sie aktiv und beteiligen Sie sich.

Die nächste Gelegenheit ist die zweite Planungswerkstatt zum Baugebiet Gerthe West am 24.04.2021.

 

Bürgerinitiative Gerthe West – So nicht!

Dr. Gerhard Henke

Sabine Schoening