Leserbrief zum geplanten Umzug von Ecosoil

Leserbrief zum Artikel der WAZ:

Da gibt es ordentlich Schelte für die Bürgerinnen und Bürger aus Politik und Wirtschaft, wenn Sie sich konkret für ihre Lebensbedingungen in ihrem Quartier einsetzen. Dabei müssen alle Entscheidungen wohl allein dem Gebot des wirtschaftlichen Wachstums unterliegen. Bochum liegt bereits heute an 9. Stelle der am meisten versiegelten Städte bundesweit. Ein trauriger Rekord. Und auch die Verkehrslage ist im Bochumer Norden bereits heute desaströs und das Verkehrskonzept bietet keine Lösungen an.
In Gerthe und Hiltrop entstehen in den nächsten Jahren ein großes Neubaugebiet, die Ansiedlung der Krankenhausküche und einer Pflegeschule und evtl. die Verlagerung von Ecosoil. Den Preis dafür zahlen alleine die Menschen vor Ort. Die Versiegelung von Grünfächen, die Vernichtung von Baumbestand sowie eine massive Verkehrszunahme. Dagegen gibt es keinerlei Förderung für den maroden Ortskern, Aktivitäten zur Reduktion des bereits bestehenden Leerstandes oder Förderprogramme zur Sanierung im Wohnbestand. Und da wundert sich die CDU, dass die Menschen sich wehren? Ich bin fassungslos mit welcher Haltung und Arroganz man hier den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber auftritt. Herr Mitschke, die Zeiten dass Bürger ihre Stimme bei der Wahl abgeben und dann jahrelang die Klappe halten sind vorbei. Stellen Sie sich drauf ein.

Sabine Schoening