Leserbriefe zur Bürgerbeteiligung

Neue Leserbriefe zu Artikel der WAZ vom 10.12.2020:

Leserbrief zu

Wohnbauprojekt „Gerthe-West“ geht online

Für eine Stadt, die sich – laut Bitkom – „smarteste City im Ruhrgebiet“ nennen darf mit besonders guter Bewertung im Bereich „IT und Kommunikation“, ist diese Form der Bürgerbeteiligung ein bedauernswerter Rückfall in alte Zeiten. Ein ernstgemeinter Beteiligungsprozess geht nur im direkten Austausch mit Bürgern und Planern. Technische Formate dazu sind vorhanden.

Ulrike Boehner

Leserbrief zu „Gerthe-West“ geht online

Das war`s also leider mit der neuen Form der Bürgerbeteiligung zu „Gerthe-West“, mit der die Stadt ein beispielhaftes Format zur möglichst frühzeitigen Einbindung ihrer Bürger zu größeren Projekten starten wollte. Geplant war in der 1. Planungswerkstatt ein direkter Austausch der Bürger mit den Planungsbüros und Gutachtern zur Erstellung von Planskizzen. Diese Planskizzen sollten als Grundlage für die Planung der Planungsteams dienen.

Übrig geblieben ist nur ein gestriges Format der Bürgerbeteiligung. Die Planskizzen werden ohne Bürgerschaft erstellt. Diese darf dann Zettel kleben und online Kommentare abgeben. Das alles angeblich wegen der Corona-Pandemie. Dabei gibt es genug digitale Möglichkeiten, um die direkte Beteiligung der Bürger mit den Planungsteams durchzuführen. Findet in der Wirtschaft und den Verwaltungen täglich zig-mal statt.

Schade, Chance vertan.

Gerhard Henke