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2. Planungswerkstatt 24.04.21 – nur digital

Am Samstag, dem 24. April findet in der Zeit von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr eine digitale Planungswerkstatt statt.

Die Veranstaltung wird pandemiebedingt nur digital stattfinden können. Es wird keine Teilnehmendenbegrenzung geben.

Um allerdings trotzdem eine Arbeitsatmosphäre in den parallelen Workshops zu erreichen wird noch geklärt, inwieweit sich das Grundprinzip der „Fishbowl-Methode“ digital umsetzen lässt. Hiermit ist gemeint, dass sich abwechselnd nur eine begrenzte Anzahl an Bürger*innen in der direkten Diskussion mit den Planungsteams befindet, während für alle anderen die Möglichkeit besteht, über den Chat Anregungen und Ideen zu geben bzw. Fragen zu stellen. Wie es im Detail ablaufen wird, klärt sich noch in den kommenden Tagen und ist auch abhängig von der Zahl der Anmeldungen.

Ein Projektgebiet – drei Konzepte: Zur Rahmenplanung „Gerthe-West“ haben in den vergangenen Wochen die Planungsteams ihre Zwischenentwürfe ausgearbeitet. Die unterschiedlichen Vorschläge für das ca. 12 Hektar große Projektgebiet im Bochumer Norden werden nun im April vorgestellt und mit der interessierten Öffentlichkeit diskutiert.

Die Stadt Bochum und NRW.URBAN laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zur Teilnahme ein, um mit den Planungsteams ihre Entwürfe zu diskutieren und eigene Ideen einzubringen. Unter Angabe des Namens und der E-Mail-Adresse wird um Anmeldung bis zum 18. April an gerthe-west@nrw-urban.de gebeten. In der Woche vor der Veranstaltung erhalten die angemeldeten Teilnehmer*innen alle Informationen zur Einwahl in die Veranstaltungsplattform.

In dem Zeitraum um die Planungswerkstatt wird es zudem eine Online-Beteiligung (freigeschaltet ab dem 12.04.) sowie eine Ausstellung der Entwürfe (19.04. – 28.04.) in der Verwaltungsstelle Gerthe geben.

(Einladung von NRW.URBAN Kommunale Entwicklung GmbH)

Sieht so Bürgerbeteiligung aus? Wir hoffen, dass auch alle Angemeldeten sich beteiligen können, und nicht nach „Fishbowl-Prinzip“ stumm geschaltet werden.

 

Pressemitteilung: Bezirksbäume

13.03.2021

Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Gerthe West – So Nicht!“ Zum Thema Bezirksbäume in Gerthe

Löblich, dass die Grünen in der Bezirksvertretung Bochum Nord sich für eine Baumpflanzaktion einsetzen. Denn das hat Gerthe bitter nötig. Für den Neubau des Schulzentrums wurden bereits mehr als 170 jahrzehntealte Bäume gefällt und es ist zu fürchten, dass im Planungsgebiet „Gerthe West“ ebenfalls Baumbestand in noch größerem Umfang vernichtet wird. Da mutet die Anzahl von 10 Bezirksbäumen pro Jahr, die erst noch durch die Bezirksvertretung genehmigt werden müssen, ziemlich ärmlich an.

Besonders mit dem Blick auf die Summe der geplanten Veränderungen im Quartier wird die von den Grünen geplante Pflanzaktion die Lebensumstände der Menschen kaum verbessern können.

Neben dem Verlust an wertwollen Grünflächen mit altem Baumbestand, der für ein gesundes Klima im Stadtteil notwendig ist, wird die Ansiedlung von mehreren Großprojekten zu einer weiteren Verschlechterung unserer Lebensqualität führen.

So wird neben der Wohnbebauung Gerthe West, das St. Maria-Hilf-Krankenhaus abgerissen und dort eine Pflegeschule mit insgesamt 225 Plätzen entstehen. Im Gewerbegebiet Gerthe-Süd wird aktuell die neue Großküche des katholischen Klinikums für insgesamt elf Standorte in Bochum, Witten und Herne gebaut. Dort werden 200 Beschäftigte täglich 17.000 Mahlzeiten zubereiten und von dort ausliefern. Weiterhin plant das Unternehmen Ecosoil die Ansiedlung einer Bodenaufbereitungsanlage am Bövinghauser Hellweg mit ca. 300 LKW-Ein- und Ausfahrten täglich. Auf dem ehemaligen Unitecta-Gelände ist ein Handwerkerpark mit entsprechendem Verkehr angedacht.

Insgesamt werden täglich mehrere tausend Ein- und Ausfahrten auf die Straßen von Gerthe und Hiltrop den gesamten Bereich  belasten. Und das bei jetzt schon desaströsen Verkehrsbedingungen. Das bestehende Verkehrskonzept Bochum Nord aus dem Jahr 2019 konnte schon damals keine Lösung des Verkehrsproblems aufzeigen.

Die Umsetzung dieser Projekte wird zu einer weiteren Umweltbelastung in Gerthe und Hiltrop führen und unsere Lebensbedingungen massiv verschlechtern.

Die Bürgerinnen und Bürger werden nur zu den einzelnen Vorhaben informiert. Eine Gesamtschau auf diese Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die hier lebenden Menschen findet nicht statt.

Wir erwarten von den von uns gewählten Lokalpolitikern die Vertretung unserer Interessen bei der Gesamtentwicklung in unserem Quartier. Gleichzeitig rufen wir unsere Mitbürger zur Wachsamkeit hinsichtlich der Entwicklungen in unserem Stadtteil auf. Werden Sie aktiv und beteiligen Sie sich.

Die nächste Gelegenheit ist die zweite Planungswerkstatt zum Baugebiet Gerthe West am 24.04.2021.

 

Bürgerinitiative Gerthe West – So nicht!

Dr. Gerhard Henke

Sabine Schoening

Freitag, 19.03.21: Demo von „Fridays for future“ in Bochum

Am 19.03.21 findet eine Demo von Fridays for future in Bochum statt. Mehr Infos unter der Facebook-Seite von Fridays for future (14 Uhr Stand-Demo, 18 Uhr Stern-Demo).

© A. Klein

Pressemitteilung: Bezirksbäume

13.03.2021 (gesendet an die WAZ)

Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Gerthe West – So Nicht!“ Zum Thema Bezirksbäume in Gerthe

Löblich, dass die Grünen in der Bezirksvertretung Bochum Nord sich für eine Baumpflanzaktion einsetzen. Denn das hat Gerthe bitter nötig. Für den Neubau des Schulzentrums wurden bereits mehr als 170 jahrzehntealte Bäume gefällt und es ist zu fürchten, dass im Planungsgebiet „Gerthe West“ ebenfalls Baumbestand in noch größerem Umfang vernichtet wird. Da mutet die Anzahl von 10 Bezirksbäumen pro Jahr, die erst noch durch die Bezirksvertretung genehmigt werden müssen, ziemlich ärmlich an.

Besonders mit dem Blick auf die Summe der geplanten Veränderungen im Quartier wird die von den Grünen geplante Pflanzaktion die Lebensumstände der Menschen kaum verbessern können.

Neben dem Verlust an wertwollen Grünflächen mit altem Baumbestand, der für ein gesundes Klima im Stadtteil notwendig ist, wird die Ansiedlung von mehreren Großprojekten zu einer weiteren Verschlechterung unserer Lebensqualität führen.

So wird neben der Wohnbebauung Gerthe West, das St. Maria-Hilf-Krankenhaus abgerissen und dort eine Pflegeschule mit insgesamt 225 Plätzen entstehen. Im Gewerbegebiet Gerthe-Süd wird aktuell die neue Großküche des katholischen Klinikums für insgesamt elf Standorte in Bochum, Witten und Herne gebaut. Dort werden 200 Beschäftigte täglich 17.000 Mahlzeiten zubereiten und von dort ausliefern. Weiterhin plant das Unternehmen Ecosoil die Ansiedlung einer Bodenaufbereitungsanlage am Bövinghauser Hellweg mit ca. 300 LKW-Ein- und Ausfahrten täglich. Auf dem ehemaligen Unitecta-Gelände ist ein Handwerkerpark mit entsprechendem Verkehr angedacht.

Insgesamt werden täglich mehrere tausend Ein- und Ausfahrten auf die Straßen von Gerthe und Hiltrop den gesamten Bereich  belasten. Und das bei jetzt schon desaströsen Verkehrsbedingungen. Das bestehende Verkehrskonzept Bochum Nord aus dem Jahr 2019 konnte schon damals keine Lösung des Verkehrsproblems aufzeigen.

Die Umsetzung dieser Projekte wird zu einer weiteren Umweltbelastung in Gerthe und Hiltrop führen und unsere Lebensbedingungen massiv verschlechtern.

Die Bürgerinnen und Bürger werden nur zu den einzelnen Vorhaben informiert. Eine Gesamtschau auf diese Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die hier lebenden Menschen findet nicht statt.

Wir erwarten von den von uns gewählten Lokalpolitikern die Vertretung unserer Interessen bei der Gesamtentwicklung in unserem Quartier. Gleichzeitig rufen wir unsere Mitbürger zur Wachsamkeit hinsichtlich der Entwicklungen in unserem Stadtteil auf. Werden Sie aktiv und beteiligen Sie sich.

Die nächste Gelegenheit ist die zweite Planungswerkstatt zum Baugebiet Gerthe West am 24.04.2021.

 

Bürgerinitiative Gerthe West – So nicht!

Dr. Gerhard Henke

Sabine Schoening

Kinder- und Jugend-Online-Beteiligung gestartet

Unter www.jetzt-mitmachen.de/gerthe-west findet ihr eine Onlinebeteiligung zum Thema „Spiel, Bewegung und Aufenthalt im neuen Wohngebiet Gerthe-West“ . Teilnehmen können alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 8 bis 18 Jahren, die in Gerthe und Hiltrop wohnen oder dort zur Schule gehen. Online bis zum 28.03.2021.

Gefährdete Bäume

Versäumnisse – Leserbrief an die WAZ

Politik äußert sich zu gefällten Bäumen (19.02. WAZ) Ah ja, die positive Ökobilanz des Stadtbezirkes Bochum Nord soll erhalten bleiben. Interessant. Da sind die Ansiedlung verkehrsintensiver Betriebe wie die Klinikküche und Ecosoil sicher genauso zielführend wie die Vernichtung der Grünflächen mit Altbaumbestand im Planungsgebiet „Gerthe-West“. Und Ersatzpflanzungen im Ölbachtal wirken sich wohl kaum positiv auf die Hitzeinsel Gerthe-Mitte aus. Aber mit dem Bochumer Norden kann man es ja machen. Seit Jahren gibt es massive Versäumnisse in der Erhaltung und Pflege des Bezirkes und jetzt will man den Bürgerinnen diese Entwicklungen als Vorteil verkaufen. Unfassbar.

Sabine Schoening

Mehr Infos zum Thema:

Gefällte Bäume in der WAZ und hier in Bochum

und der Spiegel titelt „Der deutsche Wald stirbt“.

S. Ries

Leserbrief zum geplanten Umzug von Ecosoil

Leserbrief zum Artikel der WAZ:

Da gibt es ordentlich Schelte für die Bürgerinnen und Bürger aus Politik und Wirtschaft, wenn Sie sich konkret für ihre Lebensbedingungen in ihrem Quartier einsetzen. Dabei müssen alle Entscheidungen wohl allein dem Gebot des wirtschaftlichen Wachstums unterliegen. Bochum liegt bereits heute an 9. Stelle der am meisten versiegelten Städte bundesweit. Ein trauriger Rekord. Und auch die Verkehrslage ist im Bochumer Norden bereits heute desaströs und das Verkehrskonzept bietet keine Lösungen an.
In Gerthe und Hiltrop entstehen in den nächsten Jahren ein großes Neubaugebiet, die Ansiedlung der Krankenhausküche und einer Pflegeschule und evtl. die Verlagerung von Ecosoil. Den Preis dafür zahlen alleine die Menschen vor Ort. Die Versiegelung von Grünfächen, die Vernichtung von Baumbestand sowie eine massive Verkehrszunahme. Dagegen gibt es keinerlei Förderung für den maroden Ortskern, Aktivitäten zur Reduktion des bereits bestehenden Leerstandes oder Förderprogramme zur Sanierung im Wohnbestand. Und da wundert sich die CDU, dass die Menschen sich wehren? Ich bin fassungslos mit welcher Haltung und Arroganz man hier den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber auftritt. Herr Mitschke, die Zeiten dass Bürger ihre Stimme bei der Wahl abgeben und dann jahrelang die Klappe halten sind vorbei. Stellen Sie sich drauf ein.

Sabine Schoening

 

Leserbrief „Bürger wollen Neubaugebiet verhindern“

Leserbrief zum Artikel „Bürger wollen Neubaugebiet verhindern“ aus der WAZ vom 13.01.2021

Die Politik fordert für 2022 die Überprüfung des Wohnbauflächenprogrammes. Zu Recht, da das angestrebte Ziel von 800 Neubauwohnungen pro Jahr durch keine Statistik belegt wird. Im Gegenteil. Bochum baut bereits heute über den Bedarf hinaus. Und das auf Kosten unserer Grünflächen. Da hat es die Stadt nun ganz besonders eilig im Vorfeld der Überprüfung noch möglichst viele Bauvorhaben durchzupeitschen. Klimanotstandstadt Bochum. Überall in der Stadt Baumfällungen und Versiegelung von Grünflächen ohne Bedarf. Fantastisch!! Mehr Symbolpolitik geht nicht.

Sabine Schoening