Zweite Bürgerveranstaltung Gerthe West – So nicht!

Ca. 150 Bürgerinnen und Bürger aus dem Bochumer Norden haben sich am Freitag Abend erneut im Kath. Vereinshaus in Bochum Gerthe getroffen, um über „Gerthe West“ zu diskutieren oder sich grundlegend über den Vorentwurf der Rahmenplanung zu informieren.

Die Themen, die in 10 Kleingruppen erarbeitet wurden, waren vor allem Entwässerung und Verkehr. Insgesamt wurden 13 verschiedene Orte benannt, die jetzt schon massive Probleme bei Starkregen haben. Die Verkehrssituation stellt sich aus der Sicht der Anwesenden im gesamten Bereich zu den Stoßzeiten morgens und nachmittags dramatisch dar. „Allein für die Strecke zwischen Heinrichstrasse und Gerthe Mitte (300m) benötige ich nachmittags bis zu 15 Minuten“, so ein betroffener Bürger. Der nächste heikle Punkt wurde hinsichtlich KITAs und Grundschulen benannt. Beide Institutionen platzen aus allen Nähten. Die KITAs in Hiltrop haben Aufnahmestopp, die Schulen sprengen mit 28-30 Kindern pro Klasse die Normgröße bei weitem. Neben der Angst, dass der Stadtteil sozial weiter abrutscht („Es ist nicht anständig, dass ein Stadtteil so belastet wird.“), gibt es weitere Ängste hinsichtlich der klimatischen Folgen für die Gesundheit. Die Befürchtung ist groß, dass mit 800-1000 neugebauten Wohneinheiten der „Dorfcharakter“ verloren geht.

Die Anwesenden suchten nach Möglichkeiten, gegen dieses geplante Bauvorhaben anzugehen. Sie regten an, dass vor allem das Gerther Zentrum dringend aufgewertet werden muss, dass gegen den hohen Leerstand von Wohnungen im gesamten Stadtteil angegangen werden muss und dass der Grüngürtel erhalten werden soll, um dort Fahrradwege und Spielplätze („gepflegt, ohne Hunde!“) anzulegen.