Leserbrief zu

„Gerthe West: CDU fordert maßvolle Bebauung“ (WAZ Stadtteile, 04.12.2018)

Die Vorschläge von Herrn Mitschke (CDU) zur Bebauung in Hiltrop („Gerthe West“) sind sehr zu begrüßen. Die Idee einer grünen Gartenstadt würde hervorragend zu der vorhandenen Siedlungsstruktur – der Marshallplan Siedlung – passen.

Wegen der großen Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit Geldern des amerikanischen Marshallplans die Siedlung „Hiltroper Heide“ zwischen Frauenlobstraße, Castroper Hellweg, Hiltroper Landwehr und Karl-Ernst-Straße errichtet. Gebaut wurden 399 Häuser mit 506 WE mit 60 bis 90 qm Wohnfläche. Schon 1953 hatten sich 252 Bergleute der Zeche Lothringen und 126 von der Zeche Constantin entschlossen, Eigenheimbesitzer zu werden. Der Preis eines Eigenheims mit großem Garten, der so geplant war, um den Eigenbedarf an Kartoffeln und Gemüse zu decken, lag zwischen 20.000 und 29.000 DM. (vgl. https://www.verband-wohneigentum.de/sg-hiltroper-heide/on22869)

Die jetzige Planung will auf 1/3 der Fläche 800-1000WE errichten. Eine mehrgeschossige dichte Bebauung würde die Siedlungsstruktur dieser Bergarbeitersiedlung nachhaltig zerstören.

Ursula Henke